köln im krieg


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in ihrer 2000-jährigen geschichte  ist die stadt trotz vieler belagerungen und unruhen von  kriegerischen auseinandersetzungen weitgehend verschont geblieben. zwei historischen ereignissen soll auf dieser seite besondere beachtung geschenkt werden, da sie das leben der kölner bürger nachhaltig verändert  bzw. ausgelöscht haben.    


die schlacht von worringen (5. juni 1288)

nördlich von köln, auf dem gebiet des heutigen stadtteils worringen, kommt es am 5. juni 1288 zur größten ritterschlacht auf rheinischem boden. 15.000 ritter, knappen, lanzenträger, bogenschützen, aber auch handwerker und bauern stehen sich gegenüber, um die vorherrschaft am niederrhein zu erkämpfen.


die gegner auf dem schlachtfeld

der kölner erzbischof
siegfried von westerburg

 

die grafen von luxemburg

 

graf reinald von geldern

 

graf adolf von nassau

 

graf dietrich von moers

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die stadt köln


herzog johann von brabant


graf adolf V. von berg


graf eberhard von  der mark


graf walram von jülich


graf arnold von loon


graf heinrich von virneburg

anlass  ist der limburger erbfolgestreit. das herzogtum limburg wird von mehreren erbberechtigten beansprucht, u.a. von graf reinald von geldern und von graf adolf V. von berg, welcher später seine ansprüche auf limburg an den herzog von brabant verkauft.  johann von brabant ist zu dieser zeit neben dem kölner erzbischof der mächtigste
landesfürst in dieser region.

die kölner bürger haben mit dieser angelegenheit im grunde nichts zu tun. aber  schon seit langem suchen sie eine gelegenheit, sich von der herrschaft der erzbischöfe zu befreien. und so schlagen sie sich an diesem 5. juni mehr oder weniger unaufgefordert
auf die seite der gegner.



    
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wie auf dem obigen bild zu sehen ist, gerät der kölner erzbischof
(ganz rechts im weißen rock mit schwarzem kreuz) in gefangenschaft.
die kölner bürger haben mit geringstem aufwand ihre freiheit erkämpft. einziger
 toter auf kölner seite ist gerhardt overstolz, welcher -so ein chronist- beim
 absteigen von seinem pferd vermutlich an einem herzinfarkt stirbt. 


der bombenkrieg (1942-1945)

während  die jüdischen bürger der stadt schon ab 1933 aufs grausamste verfolgt werden, nehmen andere die ersten kriegsjahre noch ziemlich gelassen hin. hier der umzug des hänneschen-theaters von der sternengasse zum neuen domizil am eisenmarkt am 29. juli 1938. an dieser stelle soll nicht verschwiegen werden, dass in der ns- zeit leider mitunter auch antisemitische stücke auf dem spielplan stehen. 


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aber als am 18. Juni 1940 die ersten bomben auf köln fallen, fühlt sich niemand mehr sicher in der stadt. ab 1942 folgt dann ein britischer "1000-bomber-angriff" dem anderen. wer die stadt noch nicht verlassen hat, rennt um sein leben.

am 5. januar 1945 werden mehrere tausend kölner "männer" der jahrgänge 1927-1930 als letztes aufgebot zum baueinsatz westwall einberufen. ein großteil dieser kinder kehrt nie mehr zurück.

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die royal air force fliegt am 2. märz 1945 den letzten, aber auch mit den schwersten bombenangriff auf köln. übrig bleibt ein einziger trümmerhaufen, aus dessen mitte
ein nur scheinbar
unversehrter dom zum himmel schreit.

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es ist wohl einer der dunkelsten tage in der kölner stadtgeschichte.
 
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am 6. märz 1945 ist mit dem einmarsch us-amerikanischer truppen der krieg für
 die kölner vorbei. die britische tageszeitung daily express meldet
 in  ihrer schlagzeile vom 7. märz:


COLOGNE IS CAPTURED 
- dramatic dash past cathedral wins hitler`s 4th city -
resistance cracks suddenly amid the ruins as hodges drives to close

escape gap

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20.000 kölner haben ihr leben verloren, - die überlebenden ihre gesamte habe. und sie weinen um den sinnlosen tod ihrer angehörigen, - sofern ihnen dazu überhaupt die
 zeit bleibt. nach 262 bombenangriffen liegt die innenstadt zu 90% in schutt und asche.
 von den ehemals 150 kirchen der stadt sind 91 restlos und 52 weitere teilweise zerstört.


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