so,
so,
so,
oder
so

meine kindheit verlief
ruhig und meistens friedlich. da ich stets der kleinste in der
klasse war, hatte ich es natürlich nicht immer leicht und biss bei etwaigen unstimmigkeiten
gleich im 1. und 2. schuljahr meine feinde kräftig ins bein.
von stund` an ließ man mich in ruhe.

während mein vater mich gerne auf dem heiligen stuhl oder zumindest mit rotem käppchen im kölner dom gesehen hätte, sagte meine patentante immer:
"der junge wird entweder mal lehrer
oder eher noch elektriker."
von dieser verheißung beflügelt, begann ich schon
früh, radios, plattenspieler, uhren und andere technischen geräte des täglichen gebrauchs in ihre bestandteile zu
zerlegen. beim anschließenden zusammenbau blieben jedoch meistens ein
paar teile übrig. also musste ich mir den
elektriker aus dem
kopf schlagen.

als ich 14 jahre alt war, nahm mein leben dann eine jähe wende, denn meine eltern
entführten mich nach köln, der stadt
mit den schönen, schlanken biergläsern
und den
riesigen domtürmen. und ich trällerte beim umzug erstmals das
lied
"ich mööööch ze fooooß noh kölle jonn".
juni 1964:
giselmut
hält
einzug in köln.
in meiner neuen heimat
gewann ich durch meine aufmüpfigkeit schnell die
aufmerksamkeit meiner lehrer. und da ich mich also in der schule wie zu hause fühlte, beschloss ich, diese zu meinem beruf zu machen,
auf dass die weissagung
meiner tante in
erfüllung gehe.
so habe ich knapp 30 jahre lang mein unwesen an der schönsten kölner hauptschule
getrieben,
deren name dem aufmerksamen betrachter meiner homepage sicher
nicht verborgen bleiben wird.

ach ja: mein giselmut setzt sich
zusammen aus dem vornamen meiner frau gisela und aus meinem eigenen.
köln, anno 2009
helmut
cremer
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