einer allein ist schult
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die stadt köln hat eine schon fast nicht mehr übersehbare anzahl von museen aufzuweisen: ob es nun das römisch-germanische museum ist, das wallraf-richartz-museum, die sammlung ludwig oder das schokoladenmuseum, - ja wir haben eigentlich fast alles, sogar ein beatles-museum, - von einem brauereimuseum ganz zu schweigen.
doch museen kosten eintritt und man geht nicht jeden tag hinein. wir kölner haben aber noch etwas ganz besonderes, was andere städte nicht haben,
nämlich die wahlkölner ha schult und elke koska,hier bei der präsentation ihrer weltweiten müll-tournee im jahre 1999 in paris mit einigen der 1000 müllüberladenen darsteller dieser aktion, - ein sinnbild unserer menschenverachtenden wegwerfgesellschaft:
ende april 2006 standen die 1000 "trash-people" auf dem roncalliplatz vor dem kölner dom. anschließend zieht die kostenlose ausstellung bzw. das kunstwerk weiter nach new york und endet schließlich in der antarktis. was danach mit der müllarmee geschieht, ist noch nicht ganz klar. ha schult hat sich dafür ausgesprochen, dass die müllmenschen einen würdigen platz in köln finden.
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ha schult und elke koska sind so schrill und so bunt wie es diese seite nur ansatzweise wiedergeben kann und sie haben unserer stadt ihren stempel aufgedrückt - und zwar durch einzigartige kunstwerke, wie sie sonst nirgendwo auf der welt zu sehen sind. - kunstwerke nicht nur in irgendwelchen museen, sondern kunstwerke zum täglichen gebrauch, - z.b. auf der fahrt zur arbeit und zurück - und das ohne jedes eintrittsgeld und ohne jeden zeitaufwand.
drei dieser kunstwerke von ha schult möchte ich hier auf dieser seite besonders hervorheben und vor allem all denen von euch vorstellen, die noch nie in unserer wunderschönen stadt waren:
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wahrhaft gigantisch ist bzw. war ha schults werk am ehemaligen europahotel an der a 59 zwischen köln und bonn. dieses auch kaiserbau genannte gebäude ist wegen einer pleite des bauherrn, einem gewissen herrn kaiser, nur im rohbau fertig gestellt worden
und stand dann fast 30 jahre lang als hässliche bauruine am rande der autobahn ...... bis ha schult dann die fassade mit 130 ca. 4 x 4,50 meter großen pop-art-portraits bedeutender europäer schmückte und damit zweimal täglich das herz aller pendler erfreute. wer genau hinschaut, erkennt auf dem 2. bild von links in der 2. reihe von oben das weltberühmt gewordene foto von albert einstein, dem wohl genialsten menschen des letzten jahrhunderts.
E =mc²
und weiter unten auch z.b. karl marx, adolph hitler oder charly chaplin sowie 126 weitere personen, welche europäische zeitgeschichte geschrieben haben. und wer ganz genau hinguckt, erkennt ganz in der mitte dieser wand vielleicht auch eine sehr bemerkenswerte frau, ohne die es diese seite in dieser form ganz bestimmt nicht gäbe!
grund- und bodenspekulation haben leider dazu geführt, dass dieses denkmal am 13. mai 2001 gesprengt wurde. es ist wirklich eine schande, um nicht zu sagen eine kulturschande!
mit klick auf das obige foto siehst du ein live-video dieser sprengung vom 15.5.2001. nach dem anklicken ggf. einige sekunden warten, da das video in der regel erst mit etwas verzögerung geöffnet wird. für den fall, dass es sich gar nicht öffnen sollte, ggf. den netscape benutzen. dann klappt es ganz bestimmt.
und da gibt es noch ha schults flügelauto, ein vergoldeter ford-fiesta mit flügeln. ha schult hat es bei nacht und nebel hoch oben auf dem turm des stadtmuseums direkt gegenüber dem regierungspräsidium platziert.
unserem früheren regierungspräsidenten, also unserem sehr verehrten herrn antwerpes, war dieses gefährt immer ein dorn im auge. und der kurfürst von köln war bis zum letzten tage seiner amtszeit stets fest entschlossen, diesen goldenen vogel abzuschießen.
aber während der liebe antwerpes schon längst im ruhestand ist, flattert das flügelauto immer noch über den dächern von köln und in den herzen der kölner.
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ha schulds schönstes werk aber war für mich persönlich und für viele andere kölner immer die weltkugel hoch oben auf der severinsbrücke am rhein, besonders in der dunklen jahreszeit.
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eines nicht so schönen tages war die kugel dann plötzlich nicht mehr da, weil sich unsere ach so kunstfreundichen stadtmütter und stadtväter gründe ausdachten, warum diese weltkugel mit dem einsamen auf ihr wandelnden menschen nicht mehr auf dem pylon der severinsbrücke bleiben durfte. - auf die idee, vorher die bürger zu befragen, kam natürlich niemand im rathaus.
immerhin gibt es sie noch. nur fristet sie jetzt ihr dasein am rande der stadt auf einem versicherungsgebäude. die kugel als solche ist schon kunst, aber in verbindung mit ihrem alten standort auf der severinsbrücke war sie ein grandioses megakunstwerk.
wer mit mir möchte, dass sie wieder zurück auf die brücke soll, möge mit klick auf das letzte foto eine mail an unseren oberbürgermeister schreiben.