die
gaffeln 
im jahre 1396 gelingt es den kölner handwerkern und kaufleuten nach langem gerangel,
die patrizier zu entmachten.
nun schließen sie sich über den kölner verbundbrief zusammen. jeder handwerker muss einer vereinigung mit sehr strengen regeln -einer sogenannten gaffel- beitreten. das wort "gaffel" geht -nebenbei gesagt- auf eine große gabel zurück, mit welcher damals nicht nur im mittelalterlichen köln ein festgelage eröffnet wurde.
insgesamt werden 22 gaffeln gegründet, z.b. die gaffel der steinmetze, die der schmiede, die gaffel der schuster, der brauer oder die der harnischmacher, deren mitgliedsbetriebe harnische, also rüstungen herstellen. diese vorläufer der heutigen innungen "unterschreiben"
ihren bund jeweils mit einem siegel, wobei das große siegel
unten links das der stadt köln ist.der verbundbrief
aus dem jahre 1392
jede gaffel bewahrt über lange zeit ein exemplar dieses verbundbriefes im gaffelhaus am alter markt auf, in welchem seit 1987 die kölner privatbauerei gaffel übrigens
einen ausschank betreibt.
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das historische gaffelhaus am alter marktvon stund` an sitzen von den 49 mitgliedern im kölner rat 36 männer aus den reihen der 22 gaffeln und fassen bei kölsch und mettbrötchen weise beschlüsse für unsere stadt. - die anderen 13 sind vermutlich wein schlürfende adelige. - hier ein auszug aus dem bis heute nie
gefundenen protokoll der ratsversammlung im gaffelhaus vom 11. im 11. anno 1396:
"üch jecke patrizier suffe mer doch jlatt unger de desch!"
und als zeichen ihrer neuen macht erbauen die neuen stadtherren alsbald einen wunderschönen rathausturm.das alte
rathaus